Nidwalden

Die Geschichte

Flugplatz Nidwalden – Der Tradition verpflichtet

1937 Beginn des Pistenbaus auf der Buochser und Ennetbürger Allmend. Die Piste hat eine Länge von 600 Metern und eine Breite von 37,5 Metern.
1940 Beginn Bau der Pilatus Flugzeugwerke AG. Auf dem Flugplatz stehen bereits verschiedene Hallen.
1943 Bau der heutigen Redundanzpiste (900 x 40 Meter) sowie von 15 Flugzeugunterständen.
1962 Die 600 Meter lange Piste wird auf 2000 Meter verlängert.
1964 Bezug des neuen Kontrollturms mit den Baracken im Süden des Flugplatzes.
1995 Die Wirtschaftsförderung Nidwalden lanciert die Diskussion bezüglich einer möglichen zivilen Mitbenutzung des Militärflugplatzes Buochs. Der Stiftungsrat der Wirtschaftsförderungsstiftung beschliesst, die zivile Nutzung weiterzuverfolgen.
1996 Einreichung eines Gesuchs für eine erweiterte zivile Nutzung des Flugplatzes Buochs durch die Wirtschaftsförderung Nidwalden.
1997 Gründung der Flugplatzgesellschaft Buochs AG. Das Aktienkapital ist zu 100 Prozent bei der Flugplatzgesellschaft Buochs AG.
1998 Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) genehmigt das Reglement für die zivile Nutzung des Flugplatzes Buochs. Schutzverband sowie VCS und WWF Schweiz reichen Beschwerde gegen das Betriebsreglement ein.
1999 Der Nidwaldner Landrat spricht sich für eine zivile Nutzung aus, lehnt jedoch einen Regionalflugplatz Zentralschweiz ab. Der Regierungsrat des Kantons Nidwalden signalisiert Bereitschaft, sowohl die militärischen als auch die zivilen Flugbewegungen ins Betriebsreglement unter der Bedingung aufzunehmen, dass die Beschwerden zurückgezogen werden. Die Beschwerdeführer lehnen einen Rückzug ihrer Beschwerden ab. Der Schutzverband und ein Vorstandsmitglied reichen beim Bundesgericht eine Verwaltungsbeschwerde ein. Der VCS und der WWF Schweiz verzichten auf den Gang ans Bundesgericht in Lausanne.
2000 Gründung Komitee «Ja zur zivilen Nutzung des Flugplatzes Buochs». Das VBS tritt die Flugsicherung an die Flugplatzgesellschaft Buochs AG ab. Verkauf einer 50-Prozent-Beteiligung an der Flugplatzgesellschaft Buochs AG an die Pilatus Flugzeugwerke AG, die seither für den operationellen Betrieb auf dem Flugplatz Buochs zuständig ist.
2001 Die Flugplatzgesellschaft Buochs AG nimmt einen Namenswechsel vor und heisst ab sofort Airport Buochs AG.
2002 Der Bundesrat gibt die Schliessung des Militärflugplatzes Buochs bekannt. Der Flugplatz erhält den Status «Sleeping Base».
2003 Ausmusterung Mirage IIIS mit einem Fest und militärischer Flugshow auf dem Flugplatz Buochs.
2004 Auf dem Flugplatz Buochs findet kein Jet-Betrieb mehr statt; der Flugplatz wird von der Pilatus Flugzeugwerke AG jedoch weiterhin als Werkflugplatz genutzt.
2007 Um die Sicherheit des zivil genutzten Flugplatzes Buochs zu gewährleisten, soll künftig die Hauptpiste umzäunt werden. Das Projekt wird nicht umgesetzt.
2010 Gründung der Nidwalden Airpark AG (NAPAG). Die Gesellschaft bezweckt die Entwicklung und Planung, Vorbereitung und Realisierung von Immobilienprojekten für Unternehmen der Luftfahrt sowie die allgemeine Förderung des Nidwalden Airparks auf dem Areal der RUAG, nördlich der Hauptpiste.
2012 Der Nidwaldner Landrat gibt grünes Licht dafür, dass die drei Genossenkorporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans von der Armasuisse Immobilien die nicht mehr aviatisch genutzten Flächen zurückkaufen können. Bezug des neuen Towers des Flugplatzes Buochs
2013 Nach einer langwierigen Auseinandersetzung mit dem Kanton Nidwalden wird der Kauf der nicht mehr aviatisch genutzten Flächen durch die drei Genossenkorporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans vollzogen.
2014 Gemeinsam nehmen der Regierungsrat Nidwalden, die Gemeinden Buochs, Ennetbürgen und Stans sowie die drei Genossenkorporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans die Variantendiskussion auf.
2015 Bei der Variantendiskussion wird das Ergebnis der Phase I präsentiert. Dabei werden auch die weiteren Schritte der Phase II aufgezeigt.
2016 Präsentation der Bestvariante Süd 2a. Die hohe Sicherheit, die kurzen Wege zur Hauptpiste, aber auch die Verkleinerung des SIL-Perimeters (Sachplan Infrastruktur der Luftfahrt) sowie die Etappierungsmöglichkeiten haben den Ausschlag für diese Variantenwahl gegeben. Die Klärung von Organisation und Finanzierung der Bestvariante wird in Angriff genommen. Den Genossenkorporationen Buochs, Ennetbürgen und Stans wird die Bewilligung für den Rückbau nicht mehr aviatisch genutzter Flächen auf dem Flugplatz Buochs erteilt.
2017

Der Regierungsrat des Kantons Nidwalden verabschiedet die Landratsvorlage und beantragt einen Objektkredit von 10 Millionen Franken zur Beteiligung des Kantons an der Aktienkapitalerhöhung. Der Landrat stimmt 30. August 2017 dem Antrag des Regierungsrats zu.

An der Volksabstimmung vom 26. November 2017 hat das Nidwaldner Stimmvolk mit 9999 Ja- gegen 5059 Nein-Stimmen der Vorlage des Regierungsrats deutlich zugestimmt. Damit bleibt der Kanton Nidwalden weiterhin zusammen mit der Pilatus Flugzeugwerke AG Partner mit einer 50-Prozent-Beteiligung. Mit der Zustimmung zur kantonalen Mitfinanzierung von 10 Millionen Franken kann der Flugplatz Buochs nun modernisiert werden.